Gelungenes Finale des EU-Projekts „MinT“

Schwedische Schülergruppe eine Woche lang zu Gast am August-Griese-Berufskolleg

Arbeitsphase EU-ProjektWas passiert wenn deutsche Gymnasiasten, schwedische Informatikschüler und eine internationale Klasse zusammentreffen? Das Ergebnis fasst die 18jährige Schwedin Wilma so zusammen: „Viele neue Freunde, gute Stimmung und insgesamt eine tolle Erfahrung“.
Kurz vor den Osterferien waren eine Woche lang elf Schülerinnen und Schüler des „Teknikums“, der schwedischen Partnerschule des August-Griese-Berufskollegs, zu Gast im Kreis Herford. Ein Ziel des Aufenthalts war es, einfache Lernsituationen für computergesteuerte Geräte zu entwickeln, um junge Zuwanderer mit moderner Informationstechnik vertrauter zu machen. Die Geräte selbst waren bereits bei einem Vorbesuch der AGB-Schüler am Teknikum gemeinsam entwickelt worden. Diese hatten im Oktober vergangenen Jahres ihre Partnerschule in der südschwedischen Stadt Växjö besucht.
Die gesamte Zusammenarbeit geschieht dabei im Rahmen eines zweijährigen, von der EU geförderten Erasmus+ Projekts. Bei der Antragstellung vor gut zwei Jahren stand der Wunsch im Vordergrund, etwas für die Integration der Zuwanderer zu tun und gleichzeitig etwas über aktuelle und historische Ursachen der Migration zu erfahren. Angesichts des Schwerpunkts des beruflichen Gymnasiums am AGB, der Informationstechnik, entstand die Idee, für die Gruppe junger Flüchtlinge einen Zugang für dieses häufig noch unbekannte Berufsfeld anzubahnen.
Im HNF ForumKurz vor Ostern war es dann soweit: 18 junge Schülerinnen und Schüler aus einer internationalen Klasse (IK) am AGB trafen auf die deutsch-schwedischen Schülerteams, die sogleich nicht nur auf Deutsch und Englisch die Bedeutung von Algorithmen erklärten, sondern zusammen mit den IK-Schülern auch kleine Computer-Programme schrieben. Tatsächlich änderte sich die Einstellung zur Informatik bei vielen Teilnehmern. „Es ist nicht so schwer, wie ich dachte. Logisch denken muss man nur“, sagte zum Beispiel Nuri, 17 Jahre, aus Syrien.
Neben dem Unterricht und dessen Vorbereitungen standen natürlich auch einige Ausflüge auf dem Programm. Obligatorisch, bei dem Unterrichtsschwerpunkt, natürlich der Ausflug zum Heinz Nixdorf Forum in Paderborn. Um die geschichtlichen und aktuellen Ursachen und Auswirkungen der Migration ging es hingegen im Grenzlandmuseum in Duderstadt, das an die deutsch-deutsche Teilung erinnert. Mit einem Besuch der Autostadt in Wolfsburg ging der ereignisreiche Schüleraustausch dann zu Ende, den Albin, ein Mitschüler Wilmas, so bewertete: „Tolle Erfahrung, 10 von 10 Punkten, ich komme gerne wieder“.

Arndt Settnik

   

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