„Fern-Bedienung um näher zusammenzurücken“

so lautet der Titel des Comenius-Projektes zwischen dem August-Griese-Berufskolleg und dem Lycée Professionnel Henri Darras in Lievin (Frankreich). Ziel des Projektes ist die internationale Zusammenarbeit zwischen Schülern im Rahmen einer Schulpartnerschaft.
Das Projekt wird finanziell unterstützt durch EU-Mittel im Rahmen des „Comenius“ Programms.

Im Rahmen von COMENIUS-Schulpartnerschaften arbeiten die Partner für die Dauer von zwei Jahren zu einem selbst gewählten Thema von gemeinsamem Interesse zusammen und bekommen dafür Fördermittel von der EU. Die Schwerpunkte werden von den Schulen im Antrag festgelegt und können sich auf Schüleraktivitäten, pädagogisch-didaktische Fragestellungen, Aspekte des Schulmanagements oder auf den Fremdsprachenerwerb beziehen. Projektbezogene Arbeitstreffen von Lehrern und Schülern bei den ausländischen Partnern sind ein wichtiger Bestandteil der COMENIUS-Arbeit. An bilateralen COMENIUS-Schulpartnerschaften zum Fremdsprachenerwerb arbeiten zwei Partner aus zwei Teilnehmerstaaten zusammen.

Der gemeinschaftliche Aspekt hinter unserem Comenius Projekt, der die internationale Verständigung erleichtern soll, beinhaltet die Entwicklung von Kenntnissen und Fähigkeiten, um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede eines Nachbarlandes kritisch zu betrachten, aber auch die eigene Situation zu reflektieren. Insbesondere die Erfahrung der „Verständigung“ soll durch gegenseitige Auslandsbesuche gestärkt werden, wobei ein besonderes Augenmerk auf die berufliche Bildung und Kommunikation gelegt wird. Wichtig sind hierbei auch die Besuche von Kulturveranstaltungen für die jungen Teilnehmer, aber auch das technische Projektziel, nämlich eine Maschine am HD per „Fernbedienung“ über die Internetanbindung des AGB zu steuern.
Lehrkräfte an beiden Partnerschulen – jeweils  aus den Bereichen Technik, Sprachen, IT, Elektro und Werkstatt – unterstützen  die Schüler bei der Durchführung des Projektes.

Den Rahmen für die technische Umsetzung bietet die Nutzung moderner Kommunikations-Technologien. Insbesondere die Computer und Internetanbindungen beider Schulen bilden die Basis, dass die Schüler ihre Kenntnisse erweitern und neues Wissen mit dem Partner aus dem anderen Land austauschen können.
In diesem Projekt sollen die Schüler vor allem erfahren und begreifen, dass die bestehenden kulturellen Unterschiede im Rahmen einer gemeinsamen Teamprojektarbeit ausgeglichen werden können.
Das Erlernen der jeweils anderen Muttersprache (Deutsch bzw. Französisch) wird erleichtert durch die gemeinsame Sprache Englisch als „Brückensprache“ im Projekt ermöglicht grundsätzlich die Kommunikation und steigert die Motivation, sich verständlich zu machen auch was schwierige technische Inhalte betrifft. Wir erhoffen uns Vorteile für das spätere Berufsleben. Darüber hinaus wird als berufsbezogene Kompetenz auch das Arbeiten in einem Team gefördert und die berufliche Fachkompetenz mehrsprachlich erweitert.
Im letzten halben Jahr haben alle Schüler gemeinsam “Mini-Projekte” (Präsentationen) vorbereitet, um sich in internationalen Teams  gegenseitig zu informieren über die jeweils andere Region, die Kultur, Freizeitgestaltung, über die Wochenplanung der Schulen und Sehenswürdigkeiten der beiden Regionen.

Der erste Besuch in Liévin fand statt vom 15. bis 26. März 2010. In Deutsch-Französischen Projektteams haben die Schüler Informationen gesammelt und Präsentationen erarbeitet. Durch diesen Aufenthalt sind wir unserem Projektziel, sich über die Maschinensteuerung zu verständigen, ein ganzes Stück näher gekommen.
Um auch Außenstehenden, Eltern und interessierten Lehrern und Schülern des AGB einen Eindruck über unsere Arbeit zu verschaffen, werden die Arbeitsergebnisse am Freitag, dem 7. Mai 2010 im Pädagogischen Zentrum des AGB ausgestellt.